wmdedgt 12/16

Es ist wieder soweit und
Frau brüllen
Fragt: „was machst du eigentlich den ganzen tag?“
07.00 Uhr: ich bin wach oder sowas ähnliches. zumindest schlafe ich nicht mehr.
07.55 Uhr: ich liege immernoch im bett und habe die letzte Stunde mit einem Hörbuch verbracht. eigentlich sollte ich jetzt den Lieblingsjuri wecken, weil er nachher zu einem termin muss aber, da er schon wach war, gab es einen kurzen guten-morgen-anruf.
08.30 Uhr: Der allmorgendliche gang ins Bad ist erledigt und der erste Kaffee ist aufgesetzt.
09.00 Uhr: Ich fange diesen Beitrag hier an, lese mails und überlege, was ich frühstücken möchte. Irgendwie ist mein Ablauf heute etwas durcheinander.

11.00 uhr: ich habe gefrühstückt, mails gelesen und beantwortet und mich ein bisschen durch die blogs, die ich lese geklickt. In Gedanken bin ich beim Lieblingsjuri, der hoffentlich bald von seinem Termin zurück ist.

13.00 Uhr: Der termin ist gut gelaufen, wir haben telefoniert und jetzt werde ich mich so langsam mal daran machen, die Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr zu besorgen.

16.30 Uhr: Ich habe alle Geschenke eingekauft (dieses jahr hatte ich gleich von anfang an ideen), habe meine küche aufgeräumt und schnell noch etwas gegessen.

 

18.30 Uhr: Ich weiß nicht so recht, wo die letzten beiden Stunden abgeblieben sind…kurz habe ich mit S. geschrieben, dann mit dem Lieblingsjuri telefoniert und noch ein bisschen gelesen. Jetzt warte ich auf den lieblingsjuri und dann verbringen wir den abend gemeinsam.

Alltagszauber

…zwei brennende Kerzen auf dem Adventskranz
…der adventskalender von meinen zaubermenschen, der mir jeden Tag große freude macht
…heißen Ingwertee auf dem Balkon trinken
…ein gutes Gespräch mit dem lieblingsjuri und wieder nähe fühlen können
…Wichtelgeschenke suchen – und ein bisschen verzweifeln
…weihnachtssüßigkeiten🙂
…mein Wohnzimmer, das nach Tannennadeln, Apfel und Zimt duftet
…trotz der schwierigen Zeit schönes erleben und auch wahrnehmen können
…wieder mehr zu mir selbst finden

Der gestrige abend

Der gestrige Abend ist leider ziemlich ungünstig gelaufen. Die Band war (wie immer *schmunzel* ) klasse, nur leider habe ich von der Musik nicht viel mitbekommen.
Beim einlass war es schon ziemlich voll und dann gab es auch noch durcheinander mit den Sitzplätzen. Wir haben dann welche gefunden, allerdings bedeutete das mehrmals durch menschenmengen laufen, was mir sehr schnell zu viel wurde. Es folgten Panikattacken, die durch die stickige Luft auch nicht wirklich besser wurden. Teilweise nahm ich das Konzert nur noch „verschwommen und nebelig“ wahr, teilweise war ich dann damit beschäftigt, mich und den Körper wieder in den Griff zu bekommen.
Wäre ich alleine gewesen, hätte ich nach dem ersten Teil abgebrochen aber, da ich mit meinen zaubermenschen dort war, ging das (für mich) nicht. Ich hatte das Gefühl, ihnen den Abend zu verderben…also durchhalten und auch den zweiten Teil überstehen. Tja, und das brachte das Fass dann zum überlaufen, weil zur Panik eben noch dazu kam, aus der Situation zu wollen (und auch zu müssen) aber nicht (ohne noch mehr auszulösen) zu können. Ich fühlte mich eingesperrt – zwischen den Menschen, in dem Chaos aus Panik und überforderung und je länger es lief, um so häufiger kamen dann auch Flashbacks dazu.
Ja, ich weiß, dass ich (eigentlich) hätte gehen können. Meinen Zaubermenschen hat es aber sehr gefallen und die Vorstellung, ihnen etwas „wegzunehmen“ war sehr, sehr ungut und, dann auch noch mit dem Grund, dass ich es mache, damit es mir „besser“ geht…unaushaltbar. Blöderweise haben solche Situationen dann auch immer die verknüpfung zu „anderen schaden“ und das ist hier ja ein sehr schwieriges thema. Alles in allem war „augen zu und durch“ dann das „kleinere“ übel.
Hinterher war ich einfach nur platt. Noch schnell einen Kaffee und dann war es das – alles in allem war es dann auch ziemlich spät.
Heute bin ich irgendwie – hm – schwer zu sagen. Matschig, nicht ganz anwesend, sehr dünnhäutig und ein bisschen auch genervt von mir, weil ich es einfach nicht „in den griff“ bekomme. Ich gehe mir ja sowieso zur Zeit ziemlich auf die nerven mit dem ganzen psychischen Kram und nach gestern dann gleich noch ein bisschen mehr.

Gemischtes

Jetzt sind es schon fast zwei Wochen, die ich wieder zu hause bin aber so richtig angekommen bin ich immernoch nicht. Ich vermisse das Meer und, wenn ich könnte…naja. Im nächsten Jahr.
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Letzte Woche musste ich dann zum Gutachter – es geht ja immernoch um die Erwerbsminderung. eigentlich wollte ich über den termin schreiben, als sich alles wieder etwas beruhigt hatte. eigentlich deshalb, weil ich von dem Termin so gut wie nichts mehr weiß. Ich weiß noch, dass ich dort gewesen bin und auch die ganze zeit anwesend war (keine wechsel) und ich weiß noch, dass es mir und uns danach nicht gut ging. Das war es dann aber auch schon – der Rest ist im Nebel (ja, es fühlt sich wirklich so an – nebel im Kopf) verschwunden. Es war eindeutig zu viel aber das war auch vorher schon klar. Solche Termine lösen hier immer sehr viel aus.
Jetzt warte ich also auf ein Ergebnis.
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Heute Abend gehen der Lieblingsjuri und ich auf ein Konzert und ich freue mich darauf.
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Der advent ist auch bei mir angekommen – ich habe wieder einen Kranz, der schön geschmückt ist und von meinen zaubermenschen einen Adventskalender.

Wieder zu Hause

Seit gestern Mittag bin ich wieder vom meer zurück, wirklich angekommen in meiner wohnung bin ich allerdings noch nicht. Es war schön und am liebsten würde ich meine Koffer packen und gleich wieder zurück.
Wir hatten viel regen aber auch einige, wirklich angenehm warme Sonnenmomente und das Meer war toll.
Wirklich zur Ruhe kommen konnte ich nicht – zum einen, weil die zeit ein wenig zu kurz war (ich brauche sehr, sehr lange zum abschalten) und zum anderen weil sich der Termin am Dienstag eben doch nicht ganz aus dem Kopf vertreiben lassen wollte. Wie auch immer: der lieblingsjuri und ich hatten eine schöne zeit und wir wollen nächstes Jahr wieder hinfahren.
Jetzt heißt es erstmal ankommen (koffer sind schon ausgepackt), mich wieder an die Stille und das alleine-sein gewöhnen und mich, so gut es geht auf den Termin beim Gutachter vorbereiten.

Heute

Heute war im großen und ganzen ein guter tag. Ich habe meinen haushalt erledigt, viel gelesen und schonmal geschaut, was ich alles in den urlaub mitnehmen will.

Nur jetzt am abend wird es schwierig. Plötzlich fühle ich mich wieder unendlich traurig und die Einsamkeit überfällt mich.

Ich werde jetzt noch etwas lesen und dann hoffentlich besser schlafen als heute Nacht. Morgen geht es früh raus.

Alltagszauber

…auf dem Balkon in der Sonne sitzen und ein Buch lesen
…ich habe Ovomaltine für mich entdeckt
…heute in einer Woche geht es ans Meer
…weihnachtskekse backen
…für mir wichtige menschen kleine Geschenke aussuchen
…lachen können
…einfach sein dürfen
…zaubermenschenbesuch

Wmdedgt 11/16

Frau Brüllen fragt wieder: „was machst du eigentlich den ganzen tag?“
01.00 Uhr: ich erwähne jetzt mal nicht, dass es schon wieder so spät geworden ist, die Uhrzeit spricht für sich.
Der lieblingsjuri war da und wir haben lange geredet, was mir sehr gut getan hat. Natürlich ging es um den Termin beim Gutachter und darum, wie ich behördentermine erlebe. Und dann ging es um die Tage, an denen ich mich einfach nur „kaputt und gestört“ fühle, weil mir die psychischen Einschränkungen an allen Ecken und enden um die Ohren fliegen. gestern war so einer davon und irgendwann gelang es mir dann nicht mehr, die andere Seite zu sehen und, dass es vieles gibt, was geht. Zum Schluss erzählte ich ihm dann, dass ich auch bei ihm an einigen Stellen das Gefühl habe, „es fehlt ein stück.“ Wobei fehlen nicht der richtige ausdruck ist. Es gibt dann einfach keine Verbindung zwischen ihm und mir und ich erlebe das, was ich so oft bei anderen menschen empfinde – den Graben, über den es keine Brücke gibt. Nur, dass es beim lieblingsjuri nur in einigen Bereichen so ist. Es hat gut getan, verstanden zu werden und einfach nur sein zu können.
08.00 Uhr: die Nacht war unruhig aber ansonsten einigermaßen okay.
10.00 Uhr: Ich habe Gefrühstückt und die Blumen gegossen. Auf dem Balkon blühen immernoch Zauberglöckchen und ich weiß jetzt endlich, wie die beiden pflanzen heißen, die ich hier habe.
11.30 Uhr: Ich habe mails gelesen und diesen Beitrag hier angefangen. Nebenbei warte ich auf den Paketboten, der eigentlich heute kommen soll.

15.20 uhr: der Paketbote kam – heute mal ein anderer als sonst aber auch sehr nett. Wir haben uns über Katzen und Mäuse unterhalten und irgendwie war es ganz lustig, wenn auch etwas anstrengend.

Ich habe jetzt endlich die Keksrezepte rausgesucht, die nächste Woche gebacken werden sollen. Ich möchte auch in diesem jahr wieder das ein oder andere Päckchen auf die Reise schicken und, weil ich dann ja eine Woche im urlaub bin, geht es dieses Jahr etwas früher mit dem backen los. zimtsterne gibt es keine – ohne Sehrest sind mir Sterne etwas zu…äh…kompliziert zu verzieren. Dafür habe ich für die anderen plätzchen dieses Jahr „deko“ besorgt, die ich auch ohne sehende Hilfe (und ohne riesensauerei) auf die Kekse bekomme.. Die zutaten habe ich auch alle hier, also kann es am Dienstag dann losgehen. Ich backe ja sehr gern und das nicht nur zu Weihnachten

Die Medikamente bin ich jetzt auch alle durchgegangen – ich wollte schauen, ob vor dem urlaub noch etwas nachgeholt werden muss. Muss nicht, es ist alles noch da.

15.30 Uhr: Gleich gibt es Mittagessen – reis und dazu Hähnchen-gemüsepfanne und Blaubeerquark.

17.30 Uhr: Ich habe zu ende gekocht, lecker gegessen und anschließend die Küche aufgeräumt. Danach habe ich gemütlich einen Tee getrunken und dem Regen gelauscht..

19.30 Uhr: Irgendwie war mir den ganzen Tag kalt, also ab in die Badewanne und aufwärmen.

22.00 Uhr: Ich habe mit dem lieblingsjuri telefoniert, diesen Beitrag aktualisiert und noch kurz mit S. geschrieben. Zwischendurch habe ich versucht ein bisschen zu lesen, allerdings fehlte irgendwie die konzentration.

Seit vergangenem Sonntag sind die Tage und Nächte ja wieder deutlich schwieriger und der Brief mit dem termin für das Gutachten hatte mir dann völlig den Boden weggezogen. um so dankbarer bin ich für den heutigen Tag, an dem ich ein kleines bisschen auftanken und zur Ruhe kommen konnte.

Es gibt diese Tage

Es gibt Tage, an denen stolpere ich von Flashback zu Flashback und dazwischen versuche ich, irgendwie zu Atem zu kommen. Dazwischen versuche ich, mich in der Gegenwart festzuhalten. Im zwischen versuche ich, nicht völlig ab zu stürzen und zu ertrinken. Und irgendwann merke ich dass es kein davor oder danach mehr gibt. Es gibt nur noch ein mittendrin, manchmal meistens aber ein dazwischen.

Das sind diese Tage, an denen so unglaublich viel aufgefangen und gehalten werden müsste und an denen es sich anfühlt, als könne ich das alles nicht mehr tragen. Als könne ich mich selbst nicht mehr tragen.

Es sind diese Tage, an denen die Vergangenheit so unendlich viel Raum einnimmt. Raum in meinem Leben. Raum in mir. Raum in allem. Und ich nichts tun kann, außer weiter zu atmen und nicht unterzugehen. Raus aus dem dazwischen.

Wmdedgt 10/16

Frau Brüllen fragt wieder : „was machst du eigentlich den ganzen tag?“
08.00 Uhr: Ich habe es tatsächlich geschafft, vor 00.00 Uhr im Bett zu liegen, nur mit dem schlafen klappte es nicht. Also habe ich mir das aktuelle Buch geschnappt und gelesen. irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen und es war sogar recht erholsam. Den Wecker für heute hatte ich ausgestellt – ich bin sowieso immer um diese Zeit wach.
08.30: die übliche morgen-bad-toilettenrunde erledigt und der erste Kaffee läuft.
10.45 uhr: Ich habe meinen Kaffee auf dem Balkon getrunken und bin dann mit einer halben Stunde Yoga in den Tag gestartet. Anschließend gab es Frühstück – ich habe gestern ein Brot mit Chia-samen entdeckt und wollte es unbedingt ausprobieren. Sehr lecker.
tja – und jetzt habe ich irgendwie nichts zu tun. Die erledigungen waren gestern schon dran und aufgeräumt ist hier auch alles. Ich glaube, da gibt es nur eins: ran an das „unangenehme“ kapitel in meinem Buch und weiterschreiben.

16.00 Uhr: ich bekomme einen Schreck beim blick auf die Uhr – wo bitte ist die zeit hin? Gleichzeitig muss ich schmunzeln – ich habe die letzten stunden „durchgeschrieben“ und es lief gut. Ich mag es, wenn es sich „von selbst schreibt.“ Dabei vergesse ich alles um mich herum und alles heißt auch alles.

18.00 Uhr: Ich habe unmengen an Weintrauben gegessen. O. hat mir gestern einen ganzen eimer (ja, eimer meint hier wirklich eimer) von den besonderen trauben vorbeigebracht und ich liebe sie immernoch. Ich habe dieses mal fleißig Kerne gesammelt – der Lieblingsjuri und ich wollen versuchen, auf unseren Balkons welche zu pflanzen. Nebenher hab ich mich durch die Seiten des dbsv geklickt und eine interessante meldung zum thema „tennis für blinde“ gelesen. Als Kind wollte ich immer Tennis spielen🙂

19.00 Uhr: Den bericht für das produkt, das ich testen durfte, fertig geschrieben und abgeschickt. Jetzt gleich noch etwas „richtiges“ essen und dann mal schauen, was der Abend noch so bringt.

23.45 uhr: ich habe noch schnell etwas gekocht und anschließend die Küche wieder aufgeräumt. Ich mag es nicht, am nächsten morgen in eine unordentliche küche zu kommen. Die spülmaschine läuft auch schon.

Dann gab es noch ein sehr schönes Telefonat mit dem Lieblingsjuri und damit lasse ich den Tag für heute auch ausklingen. Es ist wieder einmal später, als ich dachte und eigentlich wollte ich schon längst im bett sein. eigentlich…und eigentlich sag ich sowas ähnliches jeden Abend. Uneigentlich auch.

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